Herumstreunen in Buenos Aires 

[02.12.2012 | Argentinien | 7 Kommentare]

Herumstreunen in Buenos Aires

 

Buenos Aires Asado Dachterasse Dachterasse La Boca erbaut aus Wellblech und leider mehr Touristenfalle friedlich nebeneinander Alt vs. Neu Friedhof Recoleta schöne Häuschen fürs Jenseits Sonntags in San Telmo Fahrräder Kasetten als Täschchen Anonymous Generationen Cola rauchzauber moderne Zeiten alte Zeiten Deutsche Wertarbeit Stilecht öhm Kill Bill Buntes Obst und Gemüse Live Musik Matebecher Matebecher II rustikaler Fleischer der Großvater nicht besetzt

 

Heinrich meint: "Man ist das HEISS hier! Das hält doch kein Elch aus! Und Palmwedel: bäh! Ich bin ja echt was gewohnt, aber das Zug kriegt doch niemand runter! Immerhin ist der Rotwein ganz schön billig und ziemlich lecker!"

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6 Monate Nordeuropa 

[17.10.2012 | Deutschland | 5 Kommentare]

Sechs Monate mit dem Rad durch Nordeuropa. Zeit für eine Zwischenbilanz.

 

 

Zeit auch für eine kurze Pause. Eine größere Inspektion am Rad, ein paar Ausrüstungsteile austauschen und ein bisschen "herumlungern" bis es dann irgendwann Anfang November nach Südamerika geht. Und am besten geht das wo man Freunde und Bekannte hat. Ab sofort also 3 Wochen Heimaturlaub im "Ländle" :-)

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Presse: Luftpost Podcast 

[13.10.2012 | Lettland | Keine Kommentare]

improvisiertes Studio
improvisiertes Studio

Podcasts sind eine wunderbare Sache um sich abends die Zeit im Zelt zu vertreiben, vom schlechten Wetter ab zu lenken oder einfach mal wieder deutsche Stimmen zu hören. Für chronisch Fernwehgeplagte produziert Daniel den Luftpost Podcast mit allerlei spannenden Geschichten aus aller Welt (schön Übersich auf seiner Weltkarte). Bei meinem Aufenthalt in Riga haben wir eine Episode aufgenommen und uns über meine Reise, die Idee der Webseite, Material, Vorbereitungen und einiges mehr unterhalten.
Viel Spaß beim Anhören!

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Lettland, Litauen: Riga bis Kaunas 

[11.10.2012 | Litauen | Keine Kommentare]

Die Herbststimmung bleibt. Blätter bläst der Wind in diesen Tagen zu Boden, auch ganze Bäume fallen. Windrauschen wird von knatternden Motorsägen begleitet die sich durch umgefallenes Gehölz fressen. Ein Ort hatte zweieinhalbtage keinen Strom, kein Problem für den Mann mit dem ich spreche. Gasherd, Holzofen, Kerzen. Alles vorhanden. Baden geht er eh immer im Fluss nebenan, das hält gesund. Nur das Internet, das hat er vermisst. Er heißt Arunas, vielleicht Mitte Fünfzig,  Mischung aus Künstler, Kunstmäzen, Kulturmanager. Er baut an einem Kulturzentrum auf seinem Grundstück, arbeitet mit Schülern und Studenten, produziert Musik. Auf der Suche nach einem geeigneten Zeltplatz bin ich über ihn gestolpert, er lädt mich in sein Haus ein. Abendessen, Frühstück und Äpfel aus eigenem Anbau inklusive.
Ein paar Tage zuvor investiere ich meine letzten lettischen Lats in einen regensicheren Unterstand. Draußen ziehen immer wieder heftige Schauer durch, drinnen ziehe ich trocken für zwei, drei Stunden durch ein barockes Schloss. Ein japanisches Reisegrüppchen und eine Schulklasse sind die einzigen anderen Besucher. Der französische Garten bleibt heute weitestgehend unbeachtet, Prunk und Protz gibt es auch drinnen genug.
Weniger Prunk und Protz dafür ein Haufen – um genau zu sein ein ganzer Hügel voll – Kreuze gibt es zwei Tage später zu bestaunen. Katholischer Wallfahrtsort, Symbol des litauischen Widerstands, durch Papstbesuch geadelt – Berg der Kreuze. Alte Mütterchen verkaufen kleine Kreuze auf dem Weg zum Hügel, für den Fall das man seines grad vergessen hat. Oder ein paar mehr benötigt als geplant. Am Souvenirstand gibt es Handtäschchen zu 10 Euro mit Kreuzmotiven fürs Seelenheil, „ich war da“ Pins zu einem Euro, Parken kostet auch. Alles fürs Jenseits.


Heinrich meint: „Geiles Schlösschen. Im Garten gab‘s sehr leckere und exotische Gaumenfreude an jeder Ecke, ein echtes Sterne Restaurant für Elche! Gut dass die Aufseher nicht so genau geschaut haben… Sonst klemmt es hier. Die ElcheInnen verstecken sich tief im Gebüsch, Stefan hat mir meine Rotweinvorräte weggesoffen und auf den ganzen Nebenstraßen werd ich ständig fast vom Rad geschüttelt. Außerdem fantasiert Stefan irgendwas von Südamerika. Ich hoffe das meint der nicht ernst. Da gibt’s doch keine Elche!
 

Herbst Mein neues Häusschen Stiller Thron Da wünscht man sich Deckenecken Heinrichs Sternerestaurant. Das Bett Damals für die Durchlauchtigste Heute ein Keramikservice ein bisschen Porzellantand wer so Stuck hat ja genau, güldene Spiegel stylische Sneaker Hervorragend Hochwasserhosen feine Kronleuchter Stilsicher grüne Grenze Nicht renoviert sicherer Parkplatz Groß fertig gekauft geschnitzt Mit oder ohne Gekreuzigtem seltene Sonnenstrahlen herbstliches, litauisches Abendessen Nachtisch Arunas und Arthur Warnung Kaunas vielen Dank Kaunas Kaunas etwas renovierungsbedürftig. auch etwas renovierungsbedürftig Sandburg You're doing it wrong! Kaunas auch etwas renovierungsbedürftig. Kunsttheater

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Estland, Lettland: von Tallinn nach Riga 

[03.10.2012 | Lettland | Keine Kommentare]

Goldener Herbst. Vielleicht wo anders. Schmatzend gibt der Schlamm den Schuh frei, der Wind sprüht feine Wassertropfen ins Gesicht, Gänse in V-Formation am schmutziggrauen Himmel. Ihr Rufen weist den Weg gen Süden.
 „Matkatee“ heißt mein Weg, 370km durch Estland, von Oandu nach Ikla, von Nord nach Süd. Neu eröffnet, gut beschildert, tolle Rastplätze, wunderschöne Natur und für Wanderer und Radfahrer bestens geeignet. So zumindest die Aussage auf der Webseite des estnischen Forstverbandes RMK. Bei Aegviidu südwestlich von Tallinn stoße ich auf den Weg, freue mich über schöne, autofreie Forststraßen, tolle, saubere Rast- und Zeltplätze am Abend. Gute 800 Meter hält am nächsten Tag das Vergnügen, der Weg biegt in den Sumpf ein. Das schwer bepackt Rad versinkt bis die Vorderradtaschen aufsitzen, modriges Wasser schwappt in die Schuhe – da hilft die beste Membran nicht mehr. Irgendwann tausche ich die Sumpfstrecken mit ungeteerten Straßen, folge nicht mehr dem Offiziellen Weg, steuere abends aber immer wieder die Zeltplätze an denn die sind vorbildlich. Schön gelegen, ruhig, gepflegt.
 Am Golf von Riga Richtung Süden. Mal Asphalt und viel Verkehr, mal Schotter und kaum Verkehr, mal Radweg an rauschender Autobahn. Abends am Strand spazieren, das Zelt im Wind trocknen lassen um es morgens dann nass von Tau und nächtlichem Regen doch wieder feucht einzupacken.

Goldener Herbst im Baltikum.

 

Heinrich meint: „Oh man, kaum ist‘s mal ein bisschen feuchter und windiger, schon muss ich mir die Ohren Volljammern lassen. Dabei gibt’s hier echt nette ElchInnen in den weiten Wäldern, wenig nervige Mücken um die Jahreszeit und leckere Shots in den Städten. Jetzt brabbelt Stefan die ganze Zeit was von ‚dringend in Richtung Süden‘  und hockt doch die halbe Zeit in irgendwelchen Cafés, futtert Schoko Muffins und säuft einen Cappuccino nach dem anderen. Naja, mir soll‘s recht sein, da ‚im Süden‘ klemmt’s ja anscheinend mit der ElchInnenpopulation.

 

ein bisschen Schlamm muss sein Rastplatz Da liegt Stroh rum Pfeil nach Süden schöne Straßen @ everywhere Rastplatz am Strand trockenes Zelten Drahtesel vs Baumesel sinnvolle Neuverwertung Auf Regen folgt Sonnenschein Noch ein Grund genau hinschauen haufenweise einer der vielen Plätze in Riga BLumenpracht und auslandend präsentiert freiheitliche Videoüberwachung so ein halber Torborgen gibts aber auch in ganz Vollmond Ich weiss nicht warum halbe Häuser werden angemalt Schwarzhäupterhaus

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Estland: Tallinn und Saaremaa 

[21.09.2012 | Estland | 2 Kommentare]

Zwei Wochen „große Pause“ in Tallinn. Ein wunderbarer Ort dafür. Die Altstadt voller Kaffees, Kneipen, enger Gassen, pulsierendem Leben am Wochenende, ruhiger Abende unter der Woche. Arbeiten, planen, Ausflüge, spazieren gehen, wohlfühlen im Hostel. Nachts mit der Kamera durch die Gassen schleichen, mit Stativ und Fernauslöser bewaffnet die Skyloungebesucher im 24. Stock eines gehobenen Hotels verunsichern. Aussicht grandios, Eintrittspreis 2,30€ für einen Cappuccino.

Drei Tage trampen, wandern, schwimmen auf der Insel Saaremaa, weitestgehend naturbelassene Schönheit im Westen Estlands. Zu dritt lassen wir uns über die Insel treiben, der Zufall spült uns an Strände, Klippen und versteckte Seen. Slowenien, Slowakei und Deutschland unterwegs in Estland, die Gespräche auf Englisch. Reiseleben international.
Wenige Worte – viele Bilder.


Heinrich meint: „Hui, (w)Elch Überraschung! Erstaunlich schöne Stadt! Nach Finnland auch endlich mal wieder erschwingliche Spirituosen. Und das Grünzeug auf der Insel mit dem komischen Namen… Lecker. Nur die Sache mit der Elchsuppe. Wie konntest du nur?!?

 

Was jetzt Auf Nachwuchssuche? Altstadt viel Grün Alt und Neu auch in den Gassen angeblich... Touristenbespassung I In den alten Gassen Touristenbespassung II Griechische Leckerein Gassen Touristenbespassung III Hier wird die Suppe serviert Hauptplatz Olde Hansa Neu überwuchert alt Tallinn @ night Tallinn @ night Tallinn @ night Tallinn @ night Tallinn @ night Tallinn @ night Tallinn @ night Tallinn @ night Tallinn @ night Gefängnismuseum Freigängerbereich Bungalow am Strand Gefängnishospital Gefängnishospital vergängliche Schönheit bekanntes System Freizeitangebot I Freizeitangebot II Freizeitangebot III Hygieneartikel Dominator 2 Kein Hort der Freude passendes Wetter Auf dem Weg zum Strand wildes Sschauspiel am Strand Lagerfeuerkerze trampen macht durstig Klippen Fast wie am Mittelmeer I do what I want trampen macht hunrig

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Finnland 

[11.09.2012 | Finnland | Ein Kommentar]

Viel Wasser an den letzten Tagen in Russland. In Seen links und rechts der Straße, als Tau auf und im Zelt, viel zu oft als Regen von oben. Ausnahme am zweiten Abend, pünktlich zum schönsten Camp in Russland. Vorgezogener Abschied.
Der Radweg beginnt 500 Meter nach der Grenze, glatter Asphalt, die Fahrbahn ganz für mich. Finnland. Nächster Campingplatz 35km laut Karte, freuen auf Dusche, Waschmaschine, ein trockenes Plätzchen. Drei Schokoriegel kostet mich das „geschlossen“ Schild an der Rezeption. Zwei gegen den Frust, der dritte zur Sicherheit. Und für die 10km bis zum Nächsten. Erst im dritten Anlauf am Nächsten Tag dann das Gesuchte. Eine kleine Hütte zu nicht völlig unvernünftigen Preisen, Waschmaschine, Internet, schöne Lage dazu. Irgendwann ist alles trocken und sauber, die Faulheit hält mich noch ein bisschen.
Weiter Richtung Helsinki, auf und ab quer durch die finnische Seenlandschaft. Jeden Tag ein, zwei Stopps, das Vorderrad verlangt nach Luft. Trotz flicken im Mantel und Bastelei mit Tape scheuert ein dicker Riss auf der Innenseite immer wieder den Schlauch auf. Wieder Regen, kräftiger Gegenwind, die neue Mäntel warten in Helsinki. Ein Bahnhof grinst mich einladend, auffordernd an. Für 136 Kilometer übernimmt eine Lock das treten mit erschreckender Geschwindigkeit. Anderthalb Stunden statt anderthalb Tage. Was für ein Luxus. Vielleicht die passende Einstimmung für das folgende Wochenende. Besuch aus der Heimat, Einladung ins Hotel. Was für ein unglaublicher Luxus. Ziellos streifen wir durch Helsinki, vertieft in Gespräche. Erholsame Vertrautheit.

 

Heinrich meint: „Ohje, jetzt wird er faul. Gut, mir soll’s recht sein. Sind ja doch einige sehr nette Elchdamen unterwegs, meine Wodkavorräte halten noch ein Zeit und das Grünzeug ist lecker hier. Wir können gerne noch bleiben!
 

schöner Abschied Große Kirche Finnische Seen gemütliche Plätze Finnischer Rastplatz Platz ist in der kleinsten Hütte Lachs ist in der kleinsten Pfanne Altes Gmäuer Kleine Hütte finnischer See finnischer See Modetrends Was für ein Bett Prunkbau I Prunkbau II Prunkbau III Segeln mit Ingeborg Die Kohle liegt im Hafen I Die Kohle liegt im Hafen II Schlößer und Brücken... savoir vivre polierte Metallkugeln kein Bock zum gießen Wer schon immer mal Mahnmal

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Presse 

[11.09.2012 | Russland | 2 Kommentare]

Der russische Fernsehsender arctic-tv aus Murmansk hat bei meinem Besuch dort ein Interview mit mir geführt. Ich hatte das Video auf meinem Handy und konnte damit wunderbar erklären was ich mache, ohne viel russisch lernen zu müssen. Das führte zu einigen Lachern, ungläubigen Gesichtern und vielen schönen Begegnungen. Danke!

 

Auf der Webseite von arctic-tv ist es nicht mehr verfügbar. Auf Nachfrage wurde mir erlaubt es selbst wieder zu veröffentlichen.

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Presse 

[07.09.2012 | Finnland | Keine Kommentare]

Die Badische Zeitung hat meinen Bericht über die ersten 100 Tage (Bad Krozingen -> Nordkap) veröffentlicht. Wer die gedruckte Augabe verpasst hat, findet den Artikel auch online: "Stefan Böhm hat mit dem Fahrrad das Nordkap erreicht"

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Russland: Kischi 

[01.09.2012 | Russland | 3 Kommentare]

Das Tragflächenboot hat seine besten Zeiten schon gesehen, aber schnell ist es. 100km, 1Stunde 15 Minuten, Petrosawodsk bis Insel Kischi. UNESCO Weltkulturerbe, „must seen“. Wenn man schon in der Gegend ist. Holzbauten vom 17. bis frühem 19. Jahrhundert, Bauernhöfe, Scheunen, Werkstätten, Mühlen, Kirchen. Immer wieder Kirchen. Vieles anderswo abgebaut, hierher versetzt, rund um das Prunkstück Verklärungskirche wieder aufgebaut. Dutzende Schindelbedeckte Türmchen, Nägel nur für die Schindeln. Derzeit ein paar Meter hochgelegt, die Fundamentbalken werden ausgetauscht. Betreten – leider – nicht möglich. Bauweise und Aufwand beeindrucken. Vor und in vielen Gebäuden das übliche Trachten- und Handwerksspektakel. Wer abseits großer Gruppen alleine in ein Gebäude schleicht erwischt die Trachtendamen und Herren dann gerne beim tratschen oder Smartphone streicheln statt sticken, Schindeln machen oder idyllischem herumgezupfe auf historischen Seiteninstrumenten. Mein Grinsen und „just ignore me“ wird verstanden und das Smartphone ist wieder interessanter. Soll sich ja keiner zwingen wegen mir. Kreativität nicht nur bei der Bauweise. Neben der „Kirche der Wiederauferstehung Lazarus“ gibt es z.B. das „Kreuz der Respektvollen Begrüßung“ oder die „Erlöser nicht von Menschenhand geschaffene Kapelle“. Herrlich schräg.

 

Heinrich meint: "Leider keine vernünftige Auswahl an alkoholischen Getränken. Ansonsten durchaus interessant, insbesondere was für Aufwand getrieben wird um dem Paradies ein Stück näher zu kommen. Wir Elche schauen da ja eher nach dem Paradies auf Erden, was angesichts der Getränkekarte auf Kischi definitiv nicht erreicht werden kann."

 

Tragflügelboot Prunkstück Ein Berg Zwiebeltürme Wer außen so viel Aufwand betreibt Bauernhof Sensemann Teebar Zwiebelhaufen fröhliches knüpfen Kapelle der Wiederauferstehung Lazarus Küche Schindlein Schindlein aufgebockt Rastzplatz Holzspielzeug hols der Geier kleine Kapelle Großgrundbesitzer II kleine Schnitzereien für eine kleine Zwiebel Kreative Namensgebung Kleiderordnung

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