Canon mobile repair center 

[16.05.2012 | Schweden | Ein Kommentar]

Nach knapp 2000km rütteln in der Lenkertasche hat vor ein paar Tagen mein Canon EFS 17-85mm Objektiv die Segel so halb gestrichen und beschlossen zukünftig nur noch als 17mm Festbrennweite zu fungieren – Sprich die Zoomfunktion steckte fest. Zwar hätte ich nichts gegen ein etwas Lichtstärkeres Objektiv ein zu wenden, aber das würde mein Budget dann doch überstrapazieren, eine „professionelle“ Reparatur zu lange gehen. Doch – wie so oft – weiß das Internet Rat. Eine Anleitung (DANKE Travis Hydzik!) wurde gefunden, 100 SEK (ca. 11 €) in einen Satz Minischraubendreher, zwei Stunden Zeit und eine gute Portion Angstschweiß investiert. Und wie sich das für einen passionierten Bastler gehört, besitze ich nun wieder ein voll funktionstüchtiges Zoomobjektiv...

Jetzt papp ich mir noch einen "Canon mobile competence & repair center" Aufkleber auf die Packtaschen und die 100 SEK sind ruck zuck wieder drin ;-D

17mm zerlegt EFS 17-85mm

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Sauberes Wasser 

[03.04.2012 | Deutschland | Keine Kommentare]

Wasser
Wasser

Den Hahn aufdrehen und direkt draus trinken. Was wir hier gewohnt sind ist die absolute Ausnahme und alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Längst nicht überall besteht Zugriff auf sauberes Trinkwasser, Verschmutzung ist eher die Regel als die Ausnahme, in vielen Gebieten gibt es überhaupt kein Wasser. Die Liste der möglichen Verunreinigungen ist lang und nicht alles lässt sich unterwegs entfernen.

 

Ich habe mich im Rahmen meiner Vorbereitungen und bisherigen Touren mit dem Thema intensiv beschäftigt und ein paar Tipps und Möglichkeiten für Reisende zusammen getragen. Der Text kann und soll aber nur als Anregung gedacht sein, jeder der sich gerne „draußen“ aufhält sollte sich selbst ausführlich mit dem Thema beschäftigen.

 

Wasserqualität abschätzen

lecker!
lecker!

Ein tragbares Kleinlabor zum Prüfen der Wasserqualität ist leider noch nicht erhältlich. Also hilft nur der gesunde Menschenverstand und ein paar Faustregeln. Gekauftes Wasser aus ungeöffneten (!) Flaschen ist in der Regel unbedenklich. Genauso sauberer Schnee. Schnell fließende, kalte Gewässer oberhalb jeglicher menschlicher Ansiedlung oder Nutzung ist meist kaum belastet. Unterhalb von Siedlungen, Weiden oder gar Industrieanlagen sieht das Ganze dann schon sehr viel schlechter aus. Abwässer werden häufig ungeklärt eingeleitet. Solches Wasser möglichst meiden bzw. unbedingt behandeln. In stehenden oder sehr langsam fließenden Gewässern finden Bakterien und ähnliches oft gute Lebensbedingung – also lieber Vorsicht walten lassen. Wasser aus Brunnen oder Leitungen mag in „westlichen“ Ländern eher unproblematisch sein, in vielen Gebieten ist aber auch das verunreinigt. Hinweise und Tipps zu einzelnen Regionen finden sich in der Regel in Reiseführern, im Internet oder von Personen vor Ort. Wenn einheimische daraus trinken, heißt das aber noch lange nicht, dass unser „verwöhnter“ Körper das auch verträgt. Wer langsam unterwegs ist, gibt dem Körper die Möglichkeit sich an manche Verunreinigungen zu gewöhnen. Im Zweifelsfall möglichst nicht verwenden oder zumindest ordentlich behandeln.

 

sieht schön aus, aber...
sieht schön aus, aber...

Wasser kann auf unterschiedliche Weisen behandelt werden, aber nicht alles geht oder ist praktikabel. Insbesondere chemische Verunreinigungen sind schwer erkennbar und auf Reisen praktisch kaum entfernbar. Das Wasser sollte vor der Behandlung klar sein. Schwebstoffe lassen sich z.B. mit Kaffeefiltern, eng gewebten Stoffen, kleinen Vorfiltern für diesen Zweck oder auch durch stehen lassen und abgießen entfernen. Zum Behandeln unterwegs bieten sich verschiedene Verfahren an:

 

Abkochen:
Durch abkochen können insbesondere Mikroben abgetötet werden, jedoch gibt es einige „Biester“ die sich von 100 Grad nicht beeindrucken lassen. Das Wasser sollte gut erhitzt werden und mindestens 3 Minuten sprudeln. Wichtig: in großen Höhen ist der Siedepunkt von Wasser niedriger, es sollte also deutlich länger kochen!
+ sehr einfaches „Handling“
+ Geschmacksneutral
- Brennstoffverbrauch
- entfernt keine Schwebstoffe

 

Chemische Behandlung
Am bekanntesten dürfte hier das Produkt „Micropur“ sein. Damit werden auf chemische Art ein Großteil der Erreger abgetötet. Basiert in der Regel auf Chlorpräparaten, verändert daher den Geschmack und braucht Zeit zum Einwirken.
+ sehr einfache Anwendung
+ sehr sicher
+ geringes Gewicht
- Wasser muss klar sein
- Einwirkdauer
- Geschmacksveränderung
- Nachschub nicht überall verfügbar

 

Mechanische Filter
Kleine und tragbare Filter für den Einsatz unterwegs gibt es einige, bekannt sind z. B. Katadyn oder MSR Filter. Bei diesen Systemen wird das Wasser via Pumpe durch einen sehr feinen Filter (z.B. Keramik) gepresst, Verunreinigungen also mechanisch entfernt. Der Filter muss ab und an ausgetauscht werden und kann z. B. bei Frost auch beschädigt werden.
+ ähnlich zuverlässig wie Chemie
+ Schwebstoffe werden entfernt
+ keine Einwirkzeit (nur „Pumpdauer“)
+ Geschmacksneutral
- höheres Gewicht als andere Lösungen
- u. u. empfindlicher Filter

 

UV Bestrahlung

sauber machen
sauber machen

In Wasserwerken schon lange im Einsatz, mittlerweile auch für unterwegs erhältlich. Die Firma Steripen bietet verschiedene Bauformen, je nach Einsatzweck an. UV Licht tötet insbesondere Mikroben und ähnliches zuverlässig ab, die Anwendung ist sehr einfach. Übrigens: mit einer PET Flasche, Sonne und ein wenig Zeit lässt sich das ganze übrigens auch Kosten- und Stromfrei haben, das Verfahren nennt sich SODIS (http://de.wikipedia.org/wiki/SODIS)  und wird von der WHO empfohlen.
 (Die Bewertung bezieht sich auf den Steripen, Details unter Ausrüstung)
+ sehr zuverlässig
+ schnell (1L / 90 sec.)
+ einfach Anwendung
+ recht leicht
+ Geschmacksneutral
- Wasser muss klar sein
- benötigt Strom / Batterien
- entfernt keine Schwebstoffe

 

Für meine Reise habe ich mich für den Steripen Classic entschieden und habe noch eine Packung Micropur als Backup oder für sehr zweifelhaftes Wasser im Gepäck. Ein Keramikfilter ist mir zu unhandlich und muss im Vergleich zum Steripen häufiger gewartet werden (Filter um 1000L, UV Lampe 4000 bis 8000L). Abkochen und SODIS sind zwei weitere Möglichkeiten die ich nutzen kann. Ich hoffe damit das gröbste aus meinem Wasser heraushalten zu können.

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Gesund bleiben 

[21.03.2012 | Deutschland | Keine Kommentare]

Reiseapotheke
Reiseapotheke

Allerlei exotische Krankheiten mit klangvollen Namen erwarten den interessierten Reisenden in exotischen Ländern, klassisches wie „Montezumas Rache“ verderben nicht nur den Appetit aufs Weiterreisen, Blessuren aller Art plagen den aktiven Traveller.


Gegen alles und jedes kann und will ich mich nicht schützen, gerade das langsame Reisen ermöglicht es meinem Körper sich an unbekanntes zu gewöhnen, das tägliche Radfahren sorgt für Fitness. Doch ganz ohne medizinische Vorbereitung los zu ziehen ist sprichwörtlich ungesund. Also müssen erst mal ein paar Informationen her. Eine gute Übersicht kann man sich auf www.fit-for-travel.de, www.crm.de und im Handbuch „wo es keinen Arzt gibt“ aus dem Reise Know-How Verlag verschaffen. Das alles kann und soll einen Beratung vom Arzt aber sicher nicht ersetzten (an dieser Stelle herzlichen Dank für die sehr gute Betreuung an Herrn Hellwig).


Gerade Impfungen brauchen Zeit bzw. mehrere Impfungen bevor sie sicher wirken. Also Rechtzeitig informieren! Für meine Reise hab ich für folgende Impfungen Stempel im Impfpass gesammelt: Gelbfieber (Pflicht bei Einreise in manche Länder), Tetanus, Diphtherie, Polio, Keuchhusten, Hepatitis A u. B, Tollwut, FSME und Meningitis.


In der Reiseapotheke finden sich Antibiotika, Schmerzmittel, Verbandsmaterial, allerlei Pflaster, sterile Spritzen, ein Set zur Notfallzahnbehandlung, Medikamente zur Durchfallbehandlung und ein paar Kleinigkeiten mehr. Wer’s genau wissen will: Reiseapotheke in der Ausrüstungsdatenbank. Nicht vergessen: die beste Apotheke nützt nix wenn man damit nicht umgehen kann. Also ausnahmsweise die Packungsbeilagen lesen und den erste Hilfe Kurs auffrischen!


Damit es gar nicht so weit kommt sollte man sich mit dem Reiseziel und seinen gesundheitlichen Ungemütlichkeiten auseinander setzten. Gesund bleiben ist schließlich besser als behandeln… z.B. in Malariagebieten für vernünftigen Mückenschutz sorgen, sich mit den Möglichkeiten zur Wasserentkeimung aus einander setzten, hygienische Grundregeln beachten und den gesunden (sic) Menschenverstand nicht vergessen!

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Neu: Ausrüstungsdatenbank 

[12.06.2011 | Deutschland | Keine Kommentare]

Ausrüstungsinfos

 

Immer wieder kommen Fragen nach der verwendeten Ausrüstung auf. Egal ob es um bisherige Touren oder die anstehende Weltumradelung geht.

Die Listen mit vielen weiteren Infos gibt's ab sofort im Bereich Info - Ausrüstung

 

Viel Spaß beim stöbern :-)

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Ausrüstungstipp Primus Omnifuel Düsen 

[01.06.2010 | Deutschland | Ein Kommentar]

Seit einiger Zeit habe ich mit dem Primus Omnifuel Ex einen sehr zuverlässigen effizienten Kocher gefunden. Er funktioniert mit nahezu alle gängigen Brennstoffe, Gas, Benzin, Petrolium sogar Diesel geht im Notfall.

Für die verschiedenen Brennstoffe werden unterschiedliche Düsen benötigt. Und hier liegt das einzige Problem. Die sind sehr klein und können somit leicht verloren gehen wenn sie irgendwo in den Tiefen des Gepäcks vergraben sind. Und natürlich liegen sie nie beim zum Wechseln benötigten Werkzeug.

Doch die Lösung ist einfach: Man befragt einen fähigen Werkzeugmacher / Techniker und hält kurz danach die genial einfache Lösung in der Hand. Ganz großes Dankeschön an Thomas!

Primus Werkzeug aufgebohrt Primus Werkzeug aufgebohrt

Technische Details:

Am Werkzeug findet sich eine Fläche mit eingeprägtem Primus Logo. Hier ist bequem Platz für zwei Bohrungen mit Gewinde. Damit verschwindet zwar das Logo, aber ich weiß trotzdem noch dass ich einen Primus in der Hand habe :-).

Düsen handfest einschrauben und das Suchen hat endgültig ein Ende!

Das Gewinde ist etwas eigenwillig, vielleicht müsst ihr suchen bis Ihr jemanden mit einem passenden Gewindeschneider findet.

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